Auf dem größten Eiland von Griechenland sind 4.000 Jahre alte Geschichte und Mythologie eng miteinander verwoben, antike Stätten und Heiligtümer verteilen sich auf der ganzen Insel. Zudem entzückt Kreta mit einer vielfältigen Landschaft, die von feinsandigen Stränden über fruchtbare Hochebenen bis hin zu kargen Gebirgslandschaften mit wilden Schluchten reicht. Wir verraten Ihnen, was Sie bei einem Urlaub auf Kreta auf keinen Fall versäumen sollten. 

Samaria Schlucht: Die mit 17 Kilometern längste Schlucht Europas im Südwesten der Insel wird umrahmt von den über 2.400 Meter hohen Weißen Bergen und gilt als Paradies für Wanderer. 

Ihre Durchquerung dauert vier bis fünf Stunden und ist aufgrund der zu überwindenden Höhenmeter relativ anstrengend. Führen Sie bei einer Wanderung genügend Trinkwasser mit sich und erkundigen Sie sich im Vorfeld unbedingt über die aktuelle Wetterlage. Speziell in der Hochsaison ist die Samaria Schlucht ein begehrtes Ziel bei Touristen. Wer den Trubel vermeiden möchte, für den ist die nicht minder spektakuläre, rund 20 Kilometer entfernt gelegene, Imbros-Schlucht eine gute Alternative. Die acht Kilometer lange Wanderung dauert zwei Stunden und gilt als leicht. 

Rethymnon: Die drittgrößte Stadt auf Kreta hat sich ihr venezianisches und osmanisches Erbe größtenteils bewahrt und begeistert mit ihrer Altstadt mit Renaissance-Charakter, ihrem venezianischen Hafen und ihrer imposante Festung Fortezza aus dem 16. Jh., die das einstige Dorf schützte. Bei einem Bummel durch die engen Gassen der Altstadt sollten Sie den beiden Märkten Arkadi und Antistaseo ebenso einen Besuch abstatten wie dem antiken Tor „Porta Goura“, dem Rimondi Brunnen und den öffentlichen Gärten. Die farbenfrohen, aufwendig sanierten venezianischen Gebäude des historischen Kerns von Rethymnon, die eine einzigartige, romantische Atmosphäre schaffen, werden sie verzücken. 

Der Palast von Knossos: Fünf Kilometer von der Hauptstadt Heraklion entfernt liegt die berühmteste und auch wichtigste Ausgrabungsstätte der Insel. In Knossos entstand vor ca. 3.500 Jahren die minoische Kultur, die erste Hochkultur auf europäischem Boden. Highlight der riesigen Anlage, der gigantische Palast von Knossos mit mehr als 1.500 Räumen und seinem Thron aus Alabaster wurde zwar ca. 1.700 v. Chr. bei einem Erdbeben zerstört, wurde aber wieder aufgebaut. 

Das Kloster Arkadi: Auf einem 500 Meter hohen Bergplateau in der Nähe von Retyhmnon thront das wie eine Festung angelegte Kloster Arkadi, das im kretischen Unabhängigkeitskrieg gegen die Osmanen eine bedeutende Rolle einnahm und hinter dessen Mauern sich 1866, als die Türken mit 15.000 Mann angriffen, eine menschliche Tragödie abspielte: Hunderte eingeschlossene Bewohner begingen damals kollektiven Selbstmord, um dem Feind nicht in die Hände zu fallen. Seither gilt Arkadi als Symbol des unbändigen Freiheitswillens der Kreter. 

Die Tropfsteinhöhle Dikteon Andron in der Lassithi Hochebene: Der griechischen Mythologie nach lies Rhea hier ihren Sohn, Göttervater Zeus, von Ziegen aufziehen, um ihn so vor seinem Vater Kronos, der ihn als Konkurrenz sah, zu schützen. Die Höhle oberhalb des Dorfes Psychro kann besucht werden. Wer nicht wandern will, reitet einfach mit einem Maultier zur Kinderstube von Zeus. 

Die Insel Spinalonga: Auf der kleinen Inseln vor Agios Nikolaos wurden 1903 Leprakranke verbannt. Die ehemalige Leprastation kann ebenso wie die Wohnhäuser, das Krankenhaus und die Kirchen besichtig werden. 

Das Fischerdorf Loutro: Wer auf der Suche nach dem ursprünglichen Kreta sowie nach Ruhe und Erholung ist, der sollte sich nach Loutro begeben. Das kleine Fischerdörfchen im Südwesten der Insel ist nur zu Fuß oder per Schiff erreichbar. Schöne Strände, malerische Tavernen und die pittoreske Gebirgslandschaft in der Umgebung garantieren einen unvergesslichen Aufenthalt abseits von Touristenmassen. 

 

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